preEMBER
Untersuchung von Imlunestrant bei prämenopausalen Frauen mit Östrogenrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs im Frühstadium
Einleitung
Bei prämenopausalen Frauen mit Östrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem (HER2-) Brustkrebs im Frühstadium ist eine Antihormontherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Ziel der preEMBER-Studie ist es, die Wirkung des Medikaments Imlunestrant auf die Tumorzellen sowie auf die Eierstockfunktion im Vergleich zu Tamoxifen zu untersuchen. Frauen ab 18 Jahren vor der Menopause mit Östrogenrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs im Stadium 1 bis 3 können an dieser Studie teilnehmen.
Ablauf
Vorbedingungen
Diagnose:
Brustkrebs
Therapielinie:
Erstlinie / bisher keine Therapie
Alter: ab 18
Kriterien:
Östrogenrezeptor-positiv, HER2-negativ, Frühstadium (1-3), prämenopausal
Zuordnung
Randomisierung
Durchführung
Imlunestrant
Imlunestrant wird als Tablette verabreicht
Imlunestrant + Goserelin
Imlunestrant wird als Tablette verabreicht, Goserelin hingegen subkutan (Spritze unter die Haut)
Tamoxifen
Tamoxifen 20 mg wird als Tablette verabreicht
Imlunestrant
Imlunestrant wird als Tablette verabreicht
Tamoxifen
Tamoxifen 20 mg wird als Tablette verabreicht
Beobachtung
6 Monate
Beschreibung
Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der sich Zellen unkontrolliert vermehren. Die Behandlung richtet sich nach verschiedenen Faktoren wie dem Allgemeinzustand und dem Tumorstadium, aber auch nach biologischen Eigenschaften des Tumors wie der Wachstumsrate (z. B. Ki-67-Index), dem Hormonrezeptor-Status (Östrogen- und Progesteronrezeptor) und dem HER2-Status (humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2). Bei prämenopausalen Frauen produzieren die Eierstöcke (Ovarien) weiterhin Östrogen, das das Wachstum Hormonrezeptor-positiver Krebszellen fördern kann, weshalb die Standardbehandlung häufig eine Antihormontherapie, beispielsweise mit Tamoxifen, umfasst. Tamoxifen ist ein selektiver Östrogenrezeptormodulator (SERM), der das Tumorwachstum hemmt, indem es im Brustgewebe die Andockstellen für Östrogen blockiert. Imlunestrant gehört zur Gruppe der selektiven Östrogenrezeptor-Abbauer (SERD), die den Abbau von Östrogenrezeptoren auf den Krebszellen fördern und so das östrogenabhängige Tumorwachstum hemmen sollen. Imlunestrant wird als Tablette eingenommen und ist bereits für die Behandlung von fortgeschrittenem Östrogenrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs mit einer bestimmten Genmutation (ESR1-Mutation) zugelassen, für die Anwendung bei Brustkrebs im Frühstadium jedoch noch nicht.
Ziel der Phase-2-Studie ist es, die Wirkung von Imlunestrant auf Tumorzellen und Eierstockfunktion im Vergleich zu Tamoxifen bei prämenopausalen Frauen mit frühem Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs zu untersuchen. Die Studie umfasst zwei Kohorten. In Kohorte 1 werden die Patientinnen nach dem Zufallsprinzip (randomisiert) in drei Studienarme aufgeteilt: Studienarm A erhält Imlunestrant allein als Tablette, Studienarm B erhält Imlunestrant in Kombination mit Goserelin, einem synthetischen Hormonpräparat zur Unterdrückung der Eierstockfunktion, das als Spritze unter die Haut (subkutan) verabreicht wird. Der Kontrollarm C erhält Tamoxifen als Tablette. Die Behandlung in Kohorte 1 dauert bis zu 29 Tage, wobei untersucht wird, wie sich die Behandlung auf den Wachstumsmarker Ki-67 in den Tumorzellen und auf die Eierstockfunktion auswirkt. In Kohorte 2 werden die Patientinnen ebenfalls nach dem Zufallsprinzip in zwei Studienarme aufgeteilt: Studienarm A erhält Imlunestrant und der Kontrollarm B erhält Tamoxifen, jeweils als Tablette für bis zu sechs Monate. In dieser Kohorte wird untersucht, wie sich Imlunestrant ohne zusätzliche Unterdrückung der Eierstockfunktion auf die Eierstöcke und den Wachstumsmarker Ki-67 in den Tumorzellen auswirkt. Die Studie ist offen gestaltet (nicht verblindet), das heißt, sowohl die Patientinnen als auch die Studienärzt*innen wissen, welche Behandlung verabreicht wird.
Teilnehmen können prämenopausale Frauen ab 18 Jahren mit Hormonrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem Brustkrebs. Je nach Studiengruppe kommen entweder Patientinnen mit einem frühen Brustkrebsstadium (Stadium 1–3) vor einer geplanten Behandlung oder Patientinnen mit frühem Brustkrebs nach abgeschlossener Operation und lokaler Behandlung infrage. Der Krebs darf nicht im fortgeschrittenen Stadium (Fernmetastasen) vorliegen. Voraussetzung ist außerdem, dass die Erkrankung bestimmte biologische Merkmale aufweist (Wachstumsmarker Ki-67 mindestens 10%). Für Patientinnen der Kohorte 2 ist zusätzlich erforderlich, dass bereits eine antihormonelle Behandlung für mindestens 2 Jahre durchgeführt wurde.
Fakten: 1. Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom) 2. Krebsmerkmale: Östrogenrezeptor-positiv (ER+), HER2-negativ (HER2-), Frühstadium (1-3), prämenopausal 3. Was untersucht die Studie: Wirkung von Imlunestrant auf Tumorzellen (Ki-67) und Eierstockfunktion im Vergleich zu Tamoxifen 4. Ziel der Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von Imlunestrant bei prämenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs im Frühstadium zu untersuchen 5. Studiendauer: bis zu 29 Tage (Kohorte 1) bzw. bis zu 6 Monate (Kohorte 2), geschätzte Gesamtdauer bis Dezember 2029 6. Studienmerkmale: Phase-2-Studie, nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt (randomisiert), offen (nicht verblindet), zwei Kohorten mit mehreren Studienarmen
Studienzentren
| Studienzentrum |
|---|
Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach 51465 Bergisch Gladbach |
Praxis am Volkspark 10715 Berlin |
Onkologische Schwerpunktpraxis Bielefeld 33604 Bielefeld |
Augusta-Kranken-Anstalt 44791 Bochum |
Gynaekologisches Zentrum Bonn 53111 Bonn |
Weitere Informationen
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