ldBCT-MRI-C
Vergleich zweier bildgebender Verfahren bei Verdacht auf Brustkrebs: Brust-Computertomografie mit niedriger Strahlendosis versus Magnetresonanztomografie
Einleitung
Wenn die Röntgen-Mammografie oder Ultraschalluntersuchung bei Brustkrebsverdacht uneindeutig sind, kommt standardmäßig eine Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz. Eine Alternative hierzu könnte möglicherweise eine Computertomografie mit niedriger Strahlendosis (Low-Dose-Brust-CT) darstellen. Ziel der ldBCT-MRI-C-Studie ist es, die Genauigkeit der CT-Untersuchung mit der bewährten MRT-Bildgebung zu vergleichen. Teilnehmen können Frauen ab 18 Jahren mit Indikationen zur Brust-MRT, die bereit sind, beide Bildgebungen durchführen zu lassen.
Ablauf
Vorbedingungen
Diagnose:
Verdacht auf Brustkrebs
Therapielinie:
Erstlinie / bisher keine Therapie
Alter: 18 bis 99
Kriterien:
Brust MRT-Indikation bei unklaren Befunden oder Risikokonstellation; Bereitschaft zur Durchführung beider bildgebenden Verfahren
Zuordnung
Einarmigen Studie
Durchführung
Low-Dose-Brust-CT vs. Brust-MRT
Vergleich der Genauigkeit beider bildgebenden Verfahren
Beobachtung
12 Monate
Beschreibung
Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen der Brustdrüse vorliegt. Im Rahmen der Brustkrebs-Diagnostik kommen standardmäßig die beidseitige Röntgen-Mammografie und die Ultraschalluntersuchung zum Einsatz. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) erfolgt erst, wenn diese herkömmlichen Verfahren keine eindeutigen Ergebnisse liefern. Das Unternehmen Advanced Breast-CT GmbH hat eine neue bildgebende Methode entwickelt, die eine neue Alternative in der Diagnostik von Brustkrebs darstellen könnte. Bei der sogenannten Low-Dose-Brust-CT handelt es sich um eine Computertomografie-Untersuchung zur 3D-Darstellung des Brustgewebes, die eine geringe Strahlenintensität aufweist. Die Strahlenbelastung ist mit der Strahlendosis der Röntgen-Mammografie vergleichbar und die Untersuchung erfolgt unter der Gabe von Kontrastmittel.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Genauigkeit des Low-Dose-Brust-CTs mit der bewährten MRT-Bildgebung zu vergleichen. Alle Patientinnen erhalten sowohl eine MRT als auch eine Low-Dose-Brust-CT, möglichst am selben Tag oder innerhalb einer Woche. Drei unabhängige Radiolog*innen beurteilen die Aufnahmen. Der wichtigste Prüfpunkt ist, ob die Brust-CT bei der Erkennung von Brustläsionen mindestens gleichwertig („nicht schlechter“) zur MRT ist. Außerdem wird mit Fragebögen erhoben, wie angenehm oder belastend die Untersuchungen empfunden werden. Die Studie ist prospektiv und wird an mehreren Kliniken in Deutschland und den Niederlanden durchgeführt.
Teilnehmen können Frauen ab 18 Jahren, die aufgrund unklarer Befunde in der Mammografie oder dem Ultraschall vor einer Operation, zur Kontrolle nach brusterhaltender Therapie oder bei erhöhtem genetischem Risiko, eine MRT benötigen. Auch Patientinnen mit speziellen Fragestellungen, wie unklaren Brustimplantaten oder blutigem Ausfluss aus der Brustwarze, können teilnehmen. Ausschlussgründe sind Schwangerschaft oder Stillzeit, bekannte BRCA1/2-Mutation, eingeschränkte Nieren- oder Schilddrüsenfunktion, Allergien gegen Kontrastmittel, sowie Metall- oder Magnetimplantate in der Brust oder starke Platzangst.
Fakten:
- Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
- Krebs-Merkmale: MRT-Indikation bei unklaren Befunden oder Risikokonstellation
- Was untersucht die Studie: Vergleich Low-Dose-Brust-CT und Brust-MRT
- Ziel der Studie: Prüfen, ob die Brust-CT im Erkennen von Brustveränderungen gleichwertig ist
- Wie lange dauert die Studie: Gesamtdauer bis Ende 2025, beide Untersuchungen innerhalb einer Woche
- Studienmerkmale: eine Studiengruppe, keine Verblindung
Studienzentren
| Studienzentrum |
|---|
Radiologisches Institut Universitätsklinikum Erlangen 91054 Erlangen |
Stichting Martini Ziekenhuis 9728 NT Groningen |
DRZ Die Radiologen 93059 Regensburg |
Weitere Informationen
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