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Klinische Studien zu Brustkrebs in Deutschland, verständlich erklärt. Ein Angebot von mamazone e.V.

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INAVO123

Neue Erstlinien-Kombinationstherapie mit Inavolisib bei fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation

offen
Phase III

Einleitung

Bei fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-positivem und HER2-negativem Brustkrebs wird in der Erstlinientherapie üblicherweise eine Antihormontherapie in Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer eingesetzt. Ziel der INAVO123-Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments Inavolisib, das zusätzlich zu der Standardbehandlung gegeben wird, zu untersuchen. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs und einer nachgewiesenen PIK3CA-Mutation, die noch keine Therapie für das fortgeschrittene Stadium erhalten haben, können an dieser Studie teilnehmen.

Ablauf

Vorbedingungen
Diagnose:
Brustkrebs (Mammakarzinom)

Therapielinie:
Unabhängig von Therapielinie

Alter: ab 18

Kriterien:
fortgeschrittenes Stadium; Hormonrezeptor-positiv; HER2-negativ; PIK3CA-mutiert; endokrin-sensitiv; nicht vorbehandelt im fortgeschrittenen Stadium
Zuordnung
Randomisierung
Durchführung

Inavolisib + CDK4/6-Hemmer + Letrozol

Inavolisib und Letrozol täglich als Tablette, CDK4/6-Hemmer entweder an Tag 1-21 oder Tag 1-28 eines 28-Tage-Zyklus

Beobachtung
84 Monate

Vorbedingungen

Diagnose:
Brustkrebs (Mammakarzinom)

Therapielinie:
Unabhängig von Therapielinie

Alter: ab 18

Kriterien:
fortgeschrittenes Stadium; Hormonrezeptor-positiv; HER2-negativ; PIK3CA-mutiert; endokrin-sensitiv; nicht vorbehandelt im fortgeschrittenen Stadium

Zuordnung

Randomisierung

Durchführung

Inavolisib + CDK4/6-Hemmer + Letrozol

Inavolisib und Letrozol täglich als Tablette, CDK4/6-Hemmer entweder an Tag 1-21 oder Tag 1-28 eines 28-Tage-Zyklus

Placebo+ CDK4/6-Hemmer + Letrozol

Placebo und Letrozol täglich als Tablette, CDK4/6-Hemmer entweder an Tag 1-21 oder Tag 1-28 eines 28-Tage-Zyklus

Beobachtung

84 Monate

Beschreibung

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der sich Zellen der Brustdrüse unkontrolliert vermehren. Die Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Stadium der Erkrankung und von biologischen Merkmalen der Tumorzellen (u. a. Hormonrezeptoren und HER2-Rezeptoren). Bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs reagieren die Krebszellen auf die körpereigenen Hormone Östrogen und Progesteron mit Wachstum, weshalb eine Antihormontherapie mit Aromatasehemmern wie Letrozol eingesetzt wird, um die Hormonwirkung zu unterdrücken. CDK4/6-Hemmer sind Medikamente, die bestimmte Enzyme (Cyclin-abhängige Kinasen 4 und 6) blockieren und dadurch die Zellteilung der Krebszellen hemmen. Diese Kombination ist die derzeitige Standardtherapie. Zusätzlich können die Patient*innen eine sogenannte PIK3CA-Mutation aufweisen. Diese genetische Veränderung führt zu einer dauerhaften Aktivierung des PI3K-Signalwegs, der das Wachstum und die Vermehrung der Krebszellen fördert. Das Medikament Inavolisib ist ein sogenannter PI3K-Hemmer, der als Tablette eingenommen wird und gezielt diesen durch die Mutation aktivierten Signalweg blockiert. Das Medikament ist in Deutschland bereits in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant zur Behandlung von PIK3CA-mutiertem, Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zugelassen, wenn die Erkrankung während einer adjuvanten (nach der Operation unterstützend gegebenen) Antihormontherapie oder innerhalb von zwölf Monaten nach deren Abschluss erneut aufgetreten ist (endokrin-resistent).

Ziel der vorliegenden Phase-3-Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments Inavolisib, das zusätzlich zu der Standardbehandlung gegeben wird, zu untersuchen. Im Rahmen der Studie werden die Patient*innen nach dem Zufallsprinzip (randomisiert) in zwei Gruppen aufgeteilt. Im Studienarm erhalten die Patient*innen Inavolisib in Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer und Letrozol; im Kontrollarm erhalten die Patient*innen ein Placebo (Scheinmedikament ohne Wirkstoff) in Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer und Letrozol. Alle Medikamente werden als Tablette eingenommen. Die Studie ist doppelt verblindet, das bedeutet, dass weder die Patient*innen noch die behandelnden Studienärzt*innen wissen, ob Inavolisib oder das Placebo verabreicht wird. Das Hauptziel (primärer Endpunkt) der Studie ist die Untersuchung des progressionsfreien Überlebens (Progression-free Survival, PFS; die Zeitspanne, in der die Erkrankung nicht weiter fortschreitet) nach bis zu sieben Jahren.

Frauen und Männer ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs und einer nachgewiesenen PIK3CA-Mutation können an dieser Studie teilnehmen. Es werden sowohl erstmalig diagnostizierte als auch erneut aufgetretene Brustkrebserkrankungen berücksichtigt, die noch keine Therapie für das fortgeschrittene Stadium erhalten haben. Bei erneut aufgetretener Erkrankung muss diese endokrin-sensitiv sein, das heißt, sie darf während einer vorangegangenen, mindestens zweijährigen Antihormontherapie oder innerhalb von zwölf Monaten nach deren Abschluss nicht erneut aufgetreten oder fortgeschritten sein.

Fakten:

  1. Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
  2. Krebsmerkmale: fortgeschrittenes Stadium, Hormonrezeptor-positiv, HER2-negativ, PIK3CA-mutiert, endokrin-sensitiv, nicht vorbehandelt im fortgeschrittenen Stadium
  3. Was untersucht die Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von Inavolisib zusätzlich zu einem CDK4/6-Hemmer und Letrozol im Vergleich zu Placebo plus CDK4/6-Hemmer und Letrozol als Erstlinientherapie
  4. Ziel der Studie: Prüfen, ob die zusätzliche Gabe von Inavolisib das progressionsfreie Überleben verlängern kann
  5. Studiendauer: bis zu ca. 7 Jahre
  6. Studienmerkmale: Phase-3-Studie, nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt (randomisiert), doppelt verblindet, Vergleich mit Placebo (placebokontrolliert), zwei Behandlungsgruppen

Studienzentren

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Studienzentrum
Kantonsspital Baden Zentrum für Onkologie und Hämatologie
5404 Baden
Universitätsspital Basel
4031 Basel
St. Elisabeth Krankenhaus Köln GmbH
50935 Cologne
Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus" der Technischen Universität Dresden
01307 Dresden
Universitätsklinikum Essen
45122 Essen
Studienbeginn
9. April 2025
Art der Studie
Interventionell
Sponsor
Hoffmann-La Roche
Teilnehmerzahl
450
NCT-Nummer
NCT06790693

Weitere Informationen

  • ClinicalTrials.gov

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