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Klinische Studien zu Brustkrebs in Deutschland, verständlich erklärt. Ein Angebot von mamazone e.V.

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ASCENT-05

Medikamentenstudie: Die Medikamente Sacituzumab Govitecan-hziy und Pembrolizumab als neue adjuvante Therapie im Vergleich zur Standardtherapie bei triple-negativem Brustkrebs nach Vorbehandlung und Operation

offen
Phase III
Erstlinie

Einleitung

Bei besonders aggressiven Formen von Brustkrebs verbleiben trotz intensiver Vorbehandlung (neoadjuvant) nach der Operation häufig noch Tumorrückstände, was das Risiko eines Rückfalls erhöht. Deshalb ist es notwendig, diese Patient*innen nach der Operation weiter (adjuvant) zu behandeln. Das Ziel der ASCENT-05-Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit der Kombination des Medikaments Sacituzumab Govitecan-hziy und Pembrolizumab mit der aktuellen adjuvanten Standardtherapie zu vergleichen. An der Studie können Frauen und Männer ab 18 Jahren teilnehmen, die an einem invasiven triple-negativen Brustkrebs erkrankt sind und nach neoadjuvanter Behandlung und anschließender Operation noch einen verbleibenden Resttumor haben.

Ablauf

Vorbedingungen
Diagnose:
Brustkrebs (Mammakarzinom)

Therapielinie:
Erstlinie / bisher keine Therapie

Alter: ab 18

Kriterien:
triple-negativ; Resttumor nach neoadjuvanter Therapie und Operation; nicht metastasiert
Zuordnung
Randomisierung
1:1
Durchführung

Sacituzumab Govitecan-hziy + Pembrolizumab

bis zu 8 Zyklen à 21 Tage

Beobachtung
24 Wochen
96 Monate

Vorbedingungen

Diagnose:
Brustkrebs (Mammakarzinom)

Therapielinie:
Erstlinie / bisher keine Therapie

Alter: ab 18

Kriterien:
triple-negativ; Resttumor nach neoadjuvanter Therapie und Operation; nicht metastasiert

Zuordnung

Randomisierung
1:1

Durchführung

Sacituzumab Govitecan-hziy + Pembrolizumab

bis zu 8 Zyklen à 21 Tage

Pembrolizumab +/- Capecitabin

Auswahl durch ärztliches Personal; bis zu 8 Zyklen à 21 Tage

Beobachtung

96 Monate

Beschreibung

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen der Brustdrüse vorliegt. Die Therapie der Erkrankung ist von zahlreichen Faktoren abhängig, z. B. dem Allgemeinzustand der Patient*innen, der Wachstumsrate des Tumors (Ki-67-Index), nachweisbaren Hormonrezeptoren auf der Oberfläche der Krebszellen (Östrogenrezeptor-, Progesteronrezeptor-positiv) und das vermehrte Auftreten des HER2-Rezeptors auf den Zellen (HER2-positiv). Liegt keiner dieser Rezeptoren vor, spricht man von einem triple-negativen Brustkrebs. Das Stadium der Erkrankung spielt eine entscheidende Rolle für die Therapieentscheidung.

Wenn die Erkrankung potenziell noch heilbar ist, beginnt die Behandlung häufig mit einer Kombination aus Chemotherapie und Immuntherapie (neoadjuvante Therapie) mit dem Ziel der Verkleinerung des Tumors. Danach folgt eine Operation, um das verbliebene Tumorgewebe zu entfernen. Oft schließt sich daran eine Strahlentherapie an. Es kann vorkommen, dass trotz dieser Behandlung weiterhin Krebszellen in der Brust oder den Lymphknoten verbleiben. Man spricht dann von Resttumor (residual disease). In dieser Situation ist das Risiko eines Rückfalls deutlich erhöht. Eine zusätzliche Therapie nach erfolgter Entfernung des Tumors soll eventuell verbliebene Krebszellen abtöten und das Rückfallrisiko verringern (adjuvante Therapie). Eine adjuvante Therapie nach der Operation gehört beim triple-negativem Brustkrebs wegen des hohen Rückfallrisikos meist zum Standard. Empfohlen ist die Fortführung der Immuntherapie mit dem PD-1-Antikörper Pembrolizumab, wenn dieser schon vor der Operation in Kombination mit einer Chemotherapie gegeben wurde. Dieses Medikament stärkt das Immunsystem und hilft dem körpereigenen Abwehrsystem noch verbliebene Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Wenn ein Resttumor besteht, kann zusätzlich das Chemotherapeutikum Capecitabin eingesetzt werden, welches das Wachstum von Krebszellen hemmt.

Ein neuer Therapieansatz, der in dieser Studie bei Patient*innen mit Resttumor untersucht wird, ist die Kombination von Pembrolizumab mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Sacituzumab Govitecan-hziy. Dieses Medikament kann über den Antikörper Sacituzumab gezielt an die Krebszelle andocken und den daran gekoppelten Wirkstoff direkt in die Krebszellen einschleusen. Als Einzeltherapie ist es bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs bereits zugelassen. Für die Kombination mit Pembrolizumab besteht noch keine Zulassung.

Ziel der vorliegenden Phase-3-Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit der Kombination aus Sacituzumab Govitecan-hziy und Pembrolizumab bei Patient*innen mit Resttumor nach Operation im Vergleich zur aktuellen Standardbehandlung (Pembrolizumab allein oder mit Capecitabin) zu untersuchen. Dafür werden die Patient*innen zufällig (randomisiert) in zwei Gruppen eingeteilt. Im Studienarm erhalten die Patient*innen Sacituzumab Govitecan-hziy an Tag 1 und 8 eines 21-tägigen Zyklus als Infusion über einen venösen Zugang. Pembrolizumab wird an Tag 1 jedes Zyklus gegeben. Im Kontrollarm erhalten die Patient*innen die Standardtherapie nach Auswahl des behandelnden ärztlichen Personals, also entweder Pembrolizumab allein oder in Kombination mit Capecitabin. Die Patient*innen erhalten in beiden Gruppen maximal 8 Zyklen (ca. 6 Monate). Die Studie ist nicht verblindet, das bedeutet Patient*innen und ärztliches Personal wissen, welche Behandlung gegeben wird. Der primäre Endpunkt, also das Hauptaugenmerk der Untersuchung, liegt darauf, wie lange Patient*innen nach Beginn der Behandlung ohne Wiederauftreten von Brustkrebs über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren leben. Insgesamt erfolgt die Nachbeobachtung im Rahmen der Studie für bis zu 8 Jahre.

Teilnehmen können Frauen und Männer ab 18 Jahren, mit triple-negativem Brustkrebs, bei denen nach einer neoadjuvanten Behandlung und Operation noch Resttumor in der Brust oder den Lymphknoten nachweisbar ist. Wenn eine Strahlentherapie indiziert ist/war, müssen die Patient*innen auch diese erhalten haben und sich davon erholt haben. Die Erkrankung darf noch nicht metastasiert sein und Patient*innen dürfen keine BRCA-Mutation haben. Bestimmte Medikamente in der Vortherapie der Erkrankung (z. B. Antihormontherapien länger als 4 Wochen, HER2-gerichtete Therapien oder bestimmte Topoisomerase-Hemmer) können Patient*innen von der Studie ausschließen.

Fakten: 1. Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom) 2. Krebs-Merkmale: triple-negativ; Resttumor nach Operation und neoadjuvanter Therapie; nicht metastasiert 3. Was untersucht die Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von Sacituzumab Govitecan-hziy in Kombination mit Pembrolizumab im Vergleich zur Standardtherapie mit Pembrolizumab +/- Capecitabin 4. Ziel der Studie: verbesserte Prognose für TNBC mit Resttumor 5. Wie lange dauert die Studie: ca. 6 Monate Behandlung (8 Zyklen), primärer Endpunkt bis zu 5 Jahre, insgesamt Nachbeobachtung bis zu 8 Jahre 6. Studienmerkmale: Phase-3-Studie, randomisiert (zwei Studienarme), nicht verblindet (offen)

Studienzentren

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Studienzentrum
Hämatologie-Onkologie im Zentrum MVZ GmbH
86150 Augsburg
Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
Möllendorffstr. 52, 10367 Berlin 2. Behandlungsstandort: Markt 2-3, 13597 Berlin
13597 Berlin
Teutoburger Str. 60
33604 Bielefeld
Josef-Albers-Str.70
46236 Bottrop
...
Studienbeginn
12. Dezember 2022
Art der Studie
Interventionell
Sponsor
Gilead Sciences
Teilnehmerzahl
1514
NCT-Nummer
NCT05633654

Weitere Informationen

  • ClinicalTrials.gov

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