Brustkrebs (Mammakarzinom)
Therapielinie:
Erstlinie / bisher keine Therapie
Alter: 18 bis 65
Kriterien:
Triple-negativ; geplante Immunochemotherapie mit Pembrolizumab und anthrazyklin-basierter Chemotherapie
ExACT-ICI
Komplexe medikamentöse Therapien in der Behandlung von Brustkrebs können sich negativ auf die Gesundheit des Herzens und des Kreislaufs auswirken. Ziel der ExACT-ICI-Studie ist es, zu prüfen, ob ein strukturiertes Ausdauer- und Krafttraining die körperliche Leistungsfähigkeit und Herzgesundheit während der Behandlung verbessern kann. Teilnehmen können Frauen zwischen 18 und 65 Jahren mit neu diagnostiziertem, triple-negativem Brustkrebs (Stadium 1-3), die vor der Operation eine anthrazyklinbasierte Chemotherapie plus Pembrolizumab erhalten sollen.
Diagnose:
Brustkrebs (Mammakarzinom)
Therapielinie:
Erstlinie / bisher keine Therapie
Alter: 18 bis 65
Kriterien:
Triple-negativ; geplante Immunochemotherapie mit Pembrolizumab und anthrazyklin-basierter Chemotherapie
Randomisierung
1:1
Angeleitetes Ausdauer- und Krafttraining parallel zur Therapie
Heimbasiertes, videobegleitetes Bewegungstraining unter Anleitung einer Sportwissenschaftlerin bzw. eines Sportwissenschaftlers. Das Training umfasst Elemente eines moderaten, kontinuierlichen und hochintensiven Ausdauertrainings sowie Krafttraining.
12 Monate
Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen der Brustdrüse vorliegt. Die Therapie der Erkrankung ist von zahlreichen Faktoren abhängig, z. B. dem Allgemeinzustand der Person, dem Stadium der Erkrankung, der Wachstumsrate des Tumors (Ki-67-Index), nachweisbaren Hormonrezeptoren (HR) auf der Oberfläche der Krebszellen (Östrogenrezeptor-, Progesteronrezeptor-positiv) und dem vermehrten Auftreten von HER2-Rezeptoren auf den Zellen (HER2-positiv).
Triple-negativer Brustkrebs (Östrogenrezeptor-, Progesteronrezeptor- und HER2-negativ) wächst oft schneller und wird üblicherweise vor der Operation (neoadjuvant) mit einer Kombination aus Chemotherapie (u. a. Anthrazykline) und Immuntherapie (z. B. Pembrolizumab) behandelt. Anthrazykline und Immuntherapien können als unerwünschte Nebenwirkung unter anderem den Herzmuskel schädigen und eine Schwächung des Herzens zur Folge haben. Gleichzeitig weiß man, dass gezieltes Ausdauer- und Krafttraining das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat und die Lebensqualität stärken kann.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu prüfen, ob ein strukturiertes Ausdauer- und Krafttraining die körperliche Leistungsfähigkeit und Herzgesundheit während der Behandlung verbessert. Die Patientinnen werden zufällig (randomisiert) auf zwei Gruppen aufgeteilt, eine Interventionsgruppe und eine Kontrollgruppe. Die Kontrollgruppe erhält während der neoadjuvanten Therapie für 24 Wochen die üblichen Bewegungsempfehlungen. Die Interventionsgruppe trainiert 24 Wochen zu Hause, videobegleitet und individuell gesteuert (5×/Woche, je ca. 20 Minuten, Mischung aus moderatem Ausdauer- und Intervalltraining plus Krafttraining). Alle Patientinnen bekommen eine Smartwatch zur Rhythmus-Überwachung und lösen zu festen Zeiten sowie bei Beschwerden, kurze EKG-Messungen aus. Die Studie ist doppelt verblindet, d. h. die Untersuchungsbeauftragten und Ergebnisbewertenden wissen nicht, welcher Gruppe die jeweiligen Patientinnen zugeordnet worden sind. Untersucht wird v. a. die Veränderung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO₂peak) von Studienbeginn bis Woche 24. Zusätzlich werden u. a. Geh- und Standtests (SPPB), Echokardiografie in Ruhe und unter Belastung, Blutwerte (Troponin, NT-proBNP), Krafttests und Lebensqualität erfasst. Die Erfassung erfolgt jeweils zu Beginn, nach 6 und 12 Wochen, am Ende der 24-Wochen-Phase und nach 52 Wochen. Explorativ wird geschaut, ob Training therapiebedingte Herzschäden (z. B. ICI-Myokarditis, anthrazyklinbedingte Funktionsstörungen) verringern kann.
Teilnehmen können Frauen zwischen 18 und 65 Jahren mit neu diagnostiziertem, triple-negativem Brustkrebs (Stadium 1-3), die vor der Operation eine anthrazyklinbasierte Chemotherapie plus Pembrolizumab erhalten sollen. Bei instabiler Herzerkrankung (z. B. akute Herzinsuffizienz, instabile Koronare Herzkrankheit, relevante Rhythmusstörungen) oder orthopädischen Einschränkungen, die Training unmöglich machen, ist eine Teilnahme nicht möglich.
Fakten:
| Studienzentrum |
|---|
Preventive Sports Medicine and Sports Cardiology 80992 Munich |
Department of Medicine, Division of Prevention and Sports Medicine TU Munich 80809 Munich |
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